Nachricht

Marktkommentar Matthews Asia: Next-7-Staaten Asiens bieten bessere Ergebnisse als traditionelle Emerging Markets

„Nicht alle Schwellenländer bieten dieselben Wachstumschancen. Die weiter entwickelten Emerging Markets folgen dem Vorbild der Industrienationen ─ sie werden langsamer“, sagt David Dali, Portfoliostratege beim Asien-Spezialisten Matthews Asia. Wenn Anleger jedoch bereit seien, die ausgetretenen Pfade traditioneller Emerging-Markets-Indizes zu verlassen, könnten sie von besseren Ergebnissen, einer angemessenen Volatilität und einer längeren attraktiven Wachstumsperiode profitieren.

David Dali, Portfoliostratege, Matthews Asia

Die sogenannten Next-7-Staaten, schnell wachsende Volkswirtschaften Asiens ─ Bangladesch, Indien, Indonesien, Pakistan, die Philippinen, Sri Lanka und Vietnam ─, erreichten im vergangenen Jahr ein gemeinsames durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,93 Prozent. Zum Vergleich: In den zehn wohlhabendsten Emerging Markets stieg das Bruttosozialprodukt 2016 pro Kopf um 1,61 Prozent.

Doch nicht nur Wirtschaftswachstum, sondern auch die zunehmende Konsumentenschicht (die Next 7 haben eine Bevölkerung von 2,1 Milliarden Menschen), verbesserte Infrastruktur und höhere Produktivität sowie wettbewerbsfähige Arbeitskosten und aktive politische Reformen sprächen für die sieben aufstrebenden Staaten, führt David Dali, Portfoliostratege bei Matthews Asia aus.

Hinzu kämen nachlassende Volatilität (13,6 Prozent für die Aktienmärkte der Next 7 über fünf Jahre, was vergleichbar mit der Volatilität des MSCI EM Index ist), eine niedrige Korrelation zu den europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten sowie ein vergleichsweise gering untersuchter Markt: Während Aktien im MSCI EM Index zu über 90 Prozent von Analysten beobachtet würden, stünde von den rund 7.500 aktiv gehandelten Aktien der Next 7 nur rund ein Fünftel auf zumindest einer Beobachtungsliste.

„Investoren können einem niedrigeren Wachstum in ihren Emerging-Markets-Portfolios auf zwei Wegen begegnen“, erklärt Dali, „und zwar sowohl durch aktives Management in kaum analysierten Märkten, als auch, indem sie auf die nächste Generation der schnell wachsenden Volkswirtschaften Asiens setzen.“

Quelle: Matthews Asia