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Personal - Die Zusammenarbeit neu organisieren

Die Herausforderungen, vor denen das HR-Management derzeit steht, sind so vielfältig wie nie. Zum einen treten neue Wettbewerber in den Kampf um Talente ein, zum zweiten erfordert der Umbruch der Branche eine ständige Weiterentwicklung der Mitarbeiter, und zum dritten machen neue Kommunikationstechnologien eine veränderte Arbeitsorganisation notwendig.

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Ein Kommentar zum Thema
von Margaretha Hamm, Chefredakteurin "Banken+Partner":

„Früher, als die Auszubildenden noch Stift hießen und die klar definierte Aufgabe hatten, pünktlich zur Pause den Leberkäse beim Metzger nebenan abzuholen, als man zum Arbeiten ins Büro und zum Ausruhen nach Hause ging, als die Männer per se für den Beruf und die Frauen für Haus, Heim und Kind zuständig waren und als die Telefone noch Kabel hatten und im Büro blieben, wenn man dieses verließ, da war sie noch in Ordnung, die gute alte Arbeitswelt“, so beginnt das Buch „Agil Moderieren“ von Michaela Stach. Und die Autorin trifft damit den Nagel auf den Kopf: Vor noch nicht allzu langer Zeit war im Berufsleben – fast – alles anders.

Heute geht es dagegen um Digitalisierung, veränderte Kommunikationsmöglichkeiten und projektbezogenes Arbeiten. Heute stehen Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Sabbaticals auf der Agenda. Heute gehören die Begriffe „Flexibilität“, „Lebenslanges Lernen“ und „Bereitschaft zur Veränderung“ in so gut wie jeder Stellenausschreibung.

Für eine traditionelle Branche wie die Kreditwirtschaft ist das eine besondere Herausforderung. Denn auf der einen Seite machen Regulierung und alte IT-Systeme aufwändige und starre Prozesse notwendig. Während auf der anderen Seite die Kunden ganz selbstverständlich schnelle Antworten und flexible Reaktionen erwarten. Hier das richtige Maß zu finden, ist sicherlich nicht einfach.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Mitarbeiter ganz individuelle Anforderungen an ihren Arbeitsplatz stellen – und sich nicht so einfach nach demografischen Gesichtspunkten einordnen lassen. Da gibt es den jungen Mitarbeiter, für den der Beruf nur das Mittel zum Zweck ist, genug Geld für sein eigentliches Leben zu verdienen. Da gibt es den Mittfünfziger, der den sozialen Netzwerken aufgeschlossen gegenüber steht, der lieber heute als morgen in einer Projektgruppe mitarbeiten möchte, in der es um diese Themen geht und der dafür gerne Mehrarbeit in Kauf nimmt. Und selbstverständlich gibt es auch die langgedienten Sachbearbeiter, die – „wo kämen wir da hin“ – an alten Routinen festhalten, denn, „das haben wir schon immer so gemacht.“

All diesen unterschiedlichen Charakteren gerecht zu werden, ist eine große Aufgabe für Führungskräfte und Personalmanagement. Deshalb sollten die Zeiten, in denen Personalführung von Vorgesetzten einfach so „mitgemacht“ wurde, jetzt endgültig vorbei sein. Stattdessen sind wirkliche Führungskräfte gefragt, die Spaß daran haben, Menschen weiterzuentwickeln.